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Franz Fischler besucht das UWC in Mostar

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(Sonntag, den 24. Juni 2012)

Das United World College in Mostar (UWCiM), Bosnien und Herzegowina, ist eine internationale Schule der besonderen Art: Es werden 125 Sch√ľler aus √ľber 35 verschiedenen L√§ndern gemeinsam mit einer Mission zur Friedensstiftung und F√∂rderung von Nachhaltigkeit auf Englisch unterrichtet. Die Schule ist ein Friedensprojekt im Herzen des durch den Krieg immer noch stark besch√§digten Mostar und ist eine der wenigen Schulen in denen Sch√ľler aller drei ethnischen Gruppen (Bosniaken, Serben und Kroaten) sich einen Klassenraum teilen. ‚ÄěHier gibt es keine Unterschiede, wir sind alle gleich. Wir lernen, essen und wohnen zusammen, so gibt es keine Grenzen f√ľr Freundschaften.‚Äú, erkl√§rt Djordje Modrakovińá aus Bosnien und Herzegowina. Die meisten Sch√ľler bekommen erhalten ein volles Stipendium f√ľr den zweij√§hrigen Schulbesuch der mit dem International Baccalaureate Diploma, einem international √Ąquivalent der Matura, ab.

Drei √∂sterreichische Stipendiaten, zwei davon aus Tirol und eine Lehrerin, gesponsert vom √∂sterreichischen Bildungsministerium, bilden die rot-wei√ü-rote Vertretung an der multikulturellen Schule. Myriel Mei√üner aus Arzl erhielt ein Stipendium von der Tiroler Landes Ged√§chtnisstiftung und teilt seit drei Monaten ein Zimmer mit M√§dchen aus Israel und Bosnien und Herzegowina. ‚ÄěDie Atmosph√§re ist unglaublich. Alle hier sind so motiviert und engagiert in so vielen verschiedenen Bereichen von Sozialem, Kreativem bis hin zum Sport.‚Äú, meint die siebzehnj√§hrige, die stark beim Schulradio mitarbeitet, nat√ľrlich alles auf Englisch.

Die Schule ist Teil eines Netzwerks von 13 Schulen mit derselben Mission verteilt auf der ganzen Welt von Hong Kong und Indien bis nach Kanada. Die Sch√ľler werden von Komitees in allen L√§ndern ausgew√§hlt und so findet auch in √Ėsterreich j√§hrlich ein langes Auswahlverfahren statt. ‚ÄěAllein die Bewerbung und Auswahl war es bereits wert mich zu bewerben. Ich habe nicht nur viele interessante Jugendliche auf dem Auswahlwochenende kennengelernt, sondern auch neues √ľber mich selbst herausgefunden.‚Äú, erinnert sich Markus Travnicek aus Linz, der nun selbst in Mostar die Schule besucht und mit vollster Begeisterung von seiner neuen Heimat spricht: ‚ÄěEs ist das beste was mir passieren konnte. Ich habe mich noch nie so wohl in einer Schule gef√ľhlt.‚Äú Sechzehn- und Siebzehnj√§hrige k√∂nnen sich j√§hrlich f√ľr f√ľnf bis sieben Stipendien bewerben und finden mehr Informationen zur Bewerbung unter www.uwc.ac.at oder auf Facebook.

Das Netzwerk in √Ėsterreich und besonders die Schule in Mostar erh√§lt gro√üe Unterst√ľtzung vom Ehrenpr√§sidenten Franz Fischler, der am 10. und 11. November das vierte Mal das United World College in Mostar zusammen mit Vertretern des √∂sterreichischen Komitees und Sponsoren der Erste Stiftung besuchte, um eine Vorlesung f√ľr die Sch√ľler zu halten. ‚ÄěWir freuen uns jedes Jahr √ľber den Besuch von Franz Fischler, der unsere Schule genauso sch√§tzt wie wir selbst und uns dementsprechend unterst√ľtzt soviel er kann.‚Äú, meint der Tiroler Peter Lorenz, der im Herbst seinen Abschluss machen wird und sein Leben stark durch die neuen Erfahrungen gepr√§gt sieht: ‚ÄěDiese zwei Jahre haben mir eine ganz neue Perspektive und unz√§hlige M√∂glichkeiten gegeben. Sie haben mich zu einem echten Weltb√ľrger gemacht, denn wenn ich auf eine Karte schaue kann ich mit vielen L√§ndern Gesichter meiner Freunde verbinden.‚Äú