| Israel 2011 |
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Als ich mich für einen UWC Short Course beworben habe, wusste ich, dass es eine unvergessliche Erfahrung werden wird. Jetzt, nachdem ich zweieinhalb wundervolle Wochen in Israel verbracht habe, weiß ich, dass meine hohen Erwartungen noch einmal übertroffen worden sind. Schon die Ankunft in Israel war sehr herzlich und auch wenn wir die letzen waren, die aus ihrem Flugzeug stiegen, waren wir bald Mitglieder der großen Short Course- Familie. Noch am selben Tag ging es vier Stunden im Bus Richtung Süden direkt ins Kibbutz Ketura. Die Woche im Kibbutz wird wohl allen Teilnehmern aus nah und fern am prägendsten in Erinnerung bleiben. Bevor ich für eine Woche Teil des Kibbutz war, konnte ich mir das Leben dort in der Gemeinschaft nur sehr schwer vorstellen. Wenn mich nun jemand fragt, welche Aktivität die beste war, kann ich mich beim besten Willen nicht für eine entscheiden. Es waren einfach zu viele Erlebnisse, an die ich mich erinnern will: Zum Beispiel an die Stunden, in denen wir uns alle kennenlernten und gemeinsam eine Sanddüne hinunter rollten; an den Moment, als ich zum ersten Mal in einen frischen Granatapfel hineinbiss; an die zwanzig Minuten, in denen wir mutterseelenalleine in der Wüste saßen und über uns selbst nachdachten; an die emotionalen Gespräche mit den anderen TeilnehmerInnen und erlösende Tränen; an den unvergesslichen International cultural evening, bei dem wir unsere Gaumen mit den unterschiedlichsten Kreationen verwöhnten. All diese Momente haben meine erste Woche in Israel einzigartig gemacht. Deswegen verließen wir auch mit Wehmut unser liebgewonnenes Kibbutz Ketura, um nach Eilat aufzubrechen, wo wir uns um 22 Uhr bei 40°C mit Touristenmassen durch die kleinen Stände wühlten. Aber wir gingen in Eilat nicht nur ausgiebig shoppen, sondern trafen beim Schnorcheln im Roten Meer auch Dorie und Nemo persönlich. Nachdem die fünf Tage in Eilat rasend schnell vergingen, ging unsere Reise weiter in den Norden, ins Green Village von Tel Aviv. Da die Aktivitäten in der ersten Woche eher den Schwerpunkt Umwelt hatten, beschäftigten wir uns in der zweiten Woche mehr mit dem Friedensprozess im Mittleren Osten. Unsere Reise endete dann nach zwei Tagen in Jerusalem und einem interessanten Rundgang in der Altstadt mit dem Besuch des Felsendoms, der Grabeskirche und der Klagemauer. Short Course, das bedeutet für mich nun: Auf Hebräisch zählen zu können, eine Menge Gemeinsames entdeckt, aber auch die Differenz gespürt zu haben, ganz viel über Umwelt und Führungsqualitäten, aber am meisten über mich selbst gelernt zu haben. Es war einfach eine geniale Zeit, in der ich viele neue Freundschaften mit interessanten Leuten aus der ganzen Welt geschlossen habe. © 2011 Christina R. / Fotos: Iuna Vieira |