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Erwartungen

„I made amazing friends from many backgrounds and nationalities who keep challenging the way I look at all aspects of life: from politics and history to family and love. My UWC friends force me to question my prejudices and ideas and greatly enrich my life.“

Lila Pia Alemany, Spain, UWC Atlantic College, Film Executive Producer and Writer, Santamandra Produccion



Myriel Meißner (UWC in Mostar 2011 – 2013)

Countdown

Mitwoch: 7 Uhr Tagwache, Handyvertrag kündigen, Geld wechseln, Leumundzeugnis abholen, 9:30 Karin holt mich ab zum schwimmen, am Abend: Bilder für die Dekoration meiner Wand in Mostar aussuchen…

Donnerstag: Verabschiedung von meiner Tante, Bilder drucken und laminieren, Wandmalerei in meinem Zimmer vollenden, Zimmer ausmisten + packen beginnen, Facebook einrichten… Freitag: 10 Uhr Friseurtermin, General P. Const. Form neu drucken und ausfüllen, weiter bzw. fertig packen, Anna Maria treffen, 20 Uhr Tanzparty gehen und restliche Freunde verabschieden…

SAMSTAG: 9:06 Start am Innsbrucker Hauptbahnhof in das Abenteuer meines Lebens.

Wüsste ich was ich in meinen Erwartungsbericht schreiben soll, hätte ich ihn schon vor Wochen aufgegeben. Doch selbst jetzt, drei Tage vor meiner Abreise, fehlen mir die geeigneten Worte. Fragen mich die Leute ob ich mich freue antworte ich mit „Ja“ und strahle über das ganze Gesicht. Fragen mich die Leute ob ich aufgeregt bin antworte ich mit „Ein bisschen“ und meine Augen fangen an zu leuchten. Werde ich gefragt ob ich Angst habe verzieht sich mein Mund zu einem zögerlichen Lächeln und ich antworte mit „Nein“. Werde ich jedoch gefragt was ich mir erhoffe, erwarte oder erträume, verliert sich mein Blick auf der Suche nach einer Antwort und mein Mund vermag nicht die richtigen Worte zu formen. Nur schwach leuchten in meinen Gedanken ein paar verirrte Stichwörter wie Freundschaft, Arbeit, Spaß, Begeisterung, Neugierde, Interesse, Hoffnung, Schlaflosigkeit, Tränen, Anstrengung und Lachen auf.

Die letzten Wochen hier in Österreich waren so intensiv, dass ich gar keine Zeit hatte, mir gar keine Zeit genommen habe, mir womöglich gar keine Zeit nehmen wollte über meine Erwartungen nachzudenken. Vielleicht, weil ich einfach jeden einzelnen Moment in meinem Leben wahrnehmen, erfassen, begreifen, genießen und am liebsten in ein Flakon stecken würde, um später noch einmal daran zu riechen. Die ehrliche Antwort wäre also schlicht und einfach: „Ich weiß es nicht. Ich lasse mich einfach überraschen“ .

In DIESEM Moment stürze ich mich mit voller Vorfreude auf das, was mich in Mostar ERWARTEN WIRD, in die letzten drei verplanten und wahrscheinlich total chaotischen Tage in Österreich. Denn „Egal wie weit der Weg ist, man muss mit dem ersten Schritt beginnen“. (Mao Tse Tung)



Marlene Nuart (UWC Costa Rica 2011 – 2013)

I can already feel the magic

Half a year ago, everything was normal and with normal I mean good, but I felt that something was missing. That something was UWC and as I found out about it, it felt like it would have been created for me alone. I remember reading through the website and becoming more and more enthusiastic with every phrase, every word I read.

Half a year has passed. Six months of hoping, dreaming, doubting and wishing. Now I'm here, looking forward to the two years I am going to spend in Costa Rica. My dream has come true and I can already feel the magic that comes along with UWC. I have already made great experiences and met interesting people. When I think of those next two years, I couldn't tell which part I am most looking forward to. Being surrounded by people from all around the world, speaking English, and a little Spanish, all the time, getting an extraordinary education or living in a country that is completely different to anything I have got to know so far? I still can't believe how lucky I am to get this opportunity and I know that it has already and is going to affect my whole thinking and attitude towards life. I've been told and I've read a lot of amazing things about UWC, the real feeling and experience, however, I think nobody can ever put into words.



Martin Farnik (UWC in Duino 2011 – 2013)

Meine Erwartungen an UWCAD

Während meines zweiwöchigen Urlaubs in Finnland hatte ich viel Zeit, mich auf meine nächsten Jahre am UWCAD vorzubereiten. Ich schrieb Briefe an alte Freunde, die ich wohl nicht so schnell wiedersehen werde, lernte eine etwas andere Kultur kennen und ein paar Worte auf Finnisch beherrsche ich nun auch. All das, was mich wohl auch in meinem neuen Zuhause erwartet. Dazu nahm ich mir die Zeit, mir einen klaren Kopf zu verschaffen, um Platz zu machen für die neuen Erfahrungen und Eindrücke, welche auf mich zukommen. Ich möchte mir selbst keine zu großen „Luftschlösser“ erbauen, wie denn mein Leben am College sein wird. Selbstverständlich bin ich durch und durch überzeugt davon, dass ich es keinesfalls je bereuen werde, mich für ein UWC entschieden zu haben.


Darauf, meine neuen MitschülerInnen endlich persönlich kennen zu lernen, freue ich mich schon wahnsinnig, sowie auch auf die Atmosphäre, welche am Campus herrscht und darauf, meine Erfahrungen und Vorstellungen mit diesen Leuten zu teilen.

Natürlich zweifelt man ein wenig daran, ob man selbst die geforderten Schulleistungen erfüllen kann, doch auch da bin ich mir sicher, mich durchbeißen zu können und meinen Ehrgeiz zufrieden zu stellen. Ich hoffe darauf, mich am UWCAD schnell einzuleben ohne von Heimweh geplagt zu werden und darauf, dass mir der italienische Kaffee und die Meeresluft gut tun werden.



Julia Drahoss (UWC USA - 2011-2013)

Zwei Jahre voller Möglichkeiten

„Congratulations….!“, auf diese Worte hatte ich seit dem Herbst fieberhaft gewartet. Was mit der Erzählung eines Freunds begonnen hat, ist Wirklichkeit geworden: Ab Augst 2011 werde ich für zwei Jahre das United World College USA besuchen und mein IB machen, einen Abschluss, bei dem ich neben Mathematik und Fremdsprachen auch aus verschiedenen Sport- und Service-Angeboten wählen kann.

Eine Frage, die mir seit der Zusage immer wieder gestellt wurde, ist: „Ja, und was erwartest du dir von diesen zwei Jahren im Ausland?“ Meist antworte ich kurz, sage ein paar Sätze, denn meine Erwartungen sind so vielfältig, dass es schwierig ist, alle in Worte zu fassen. Doch wenn ich einmal angefangen habe darüber zu sprechen, ist ein Ende so bald nicht in Sicht. Die Worte sprudeln und ich beginne begeistert zu erzählen…

Ich stelle mir vor, dass ich in ein paar Wochen Menschen treffen werde, die ich sonst nie getroffen hätte. Ich werde Freunde finden, die ich nie gefunden hätte und von Ländern und Bräuchen hören, von denen ich gar nicht gewusst habe, dass sie existieren. Ich werde die Welt in einem Klassenraum vereint haben und damit auch Ansichten und Meinungen, die verschiedener nicht sein könnten. Ich werde an meine Grenzen kommen und wie mir von second years berichtet wurde, auch mal darüber hinaus. Vor mir liegen zwei Jahre voller Möglichkeiten, die darauf warten genutzt zu werden. Zwei Jahre, die so erfüllt sind, dass ich mit jeder Sache, die ich mache, zwei weitere verpassen werde.



Marie Schleef (UWC Swaziland - 2008 - 2010)

Rede anläßlich der Stipendienverleihung für den
Jahrgang 2010 - 2012

Liebe Eltern der neuen österreichischen United World College Generation, liebe Freunde und Alumni der UWC, liebe Beate, unsere österreichische Vertretung am United World College Short Course in China, und liebe Anna, Hannah, Maria, lieber Daniel, Paul, Peter und Thomas unsere 7 österreichischen UWC Schüler für 2010 bis 2012!

Ich werde niemals den Tag vergessen an dem ich den Flughafen Triest bei -5° mit Koffer verließ und nach einer 23 stündigen Reise am Flughafen Manzini/Matsapha bei 34° ohne Koffer ankam. Den Tag an dem ich zum ersten mal in den weißen Schulbus mit der blauen Aufschrift „Waterford Kamhlaba United World College of Southern Africa“ stieg und Babe Lawrence, unseren Rasta Busfahrer, begrüßte und aufgeregt die auf der Straße winkenden Kinder fotografierte.
Den Tag an dem mich Jospephine Busari, unsere Nigerianer Hostel mum in den Arm nahm und mich mit einem herzlichen „Welcome ta Wataford“ begrüßte.
Den Tag an dem ich zum ersten Mal unter dem klaren Afrikanischen Himmel einschlief.
Das war der Tag, an dem meine 2 märchenhaften Jahre am United World College begannen und ich das Gefühl hatte endlich in meinem lang ersehnten neuen Zuhause angekommen zu sein!
Wenn ich zurück denke, an die turbulenten Monate vor meiner Abfahrt nach Swaziland kann ich nur erahnen wie es jedem einzelnen von euch ergehen mag. In dieser Zeit hatte ich erst das Privileg hatte einen UWC Short Course in Montenegro mitzumachen, dann verbrachte ich die restliche Zeit damit die Swazi Hymne zu lernen, das gesamte Internet nach Afrikanisch vegetarischen Kochrezepten zu durchsuchen und abends lag ich aufgeregt im Bett und mir gingen folgende Fragen durch den Kopf:

  1. Werde ich bei der Ankunft überhaupt abgeholt?
  2. Ich habe noch nie in meinem Leben ein Zimmer geteilt, wie werde ich mit meinen zukünftigen Zimmerpartnern zurecht kommen?
  3. Wie schwer ist die Schule wirklich?
  4. Wie werde ich mich meiner neuen Umgebung anpassen?
  5. Und ist mein Englisch Niveau gut genug um überhaupt das IB zu schaffen?

Antwort:

  1. Ja, ihr werdet entweder von einem strahlenden Busfahrer abgeholt, wie in meinem Fall, oder einer Horde bunter, enthusiastischer und motivierter UWC Schüler.
  2. Meine Italienisch/Holländische „room mate“ Jasmine, oder auch auf UWC-Sprache mein „roomie“genannt, wurde zu meiner besten Freundin und ich tue mir bis heute schwer sie nicht abends in meinem Zimmer aufzufinden und ihr herzliches „sleep tight and have good dreams“ zu hören.
  3. Was die Schule und somit das Internationale Baccalaureate, die internationale Matura, betrifft, kann ich nur sagen dass es zwar sehr anspruchsvoll ist, ich jedoch noch nie so sehr von meinen Mitschülern und Lehrern unterstützt und motiviert worden bin.
  4. Da die Umgebung an einem UWC unglaublich warmherzig und freundlich ist, fällt es einem nicht schwer sich anzupassen. Und wie gesagt man findet immer eine Schulter zum weinen wenn man zum Beispiel einen Mathematik-Test verfleckt hat, eine Gruppe die mit einem Europäisches Bier trinken geht um das Heimweh zu stillen, oder einen „native English speaker“ der seinen Nachmittag opfert um dein Russland Essay „Why and how was Stalin able to remain in power from 1921 to 1953“ auf jegliche Rechtschreibfehler korrigiert.
  5. An einem UWC trifft man Latinos deren englischer Wortschaft aus genau diesen 5 Wörter besteht: „Have you seen my dicitonary?“. Und auch diese schaffen das IB nach zwei Jahren.

Was ich damit sagen will ist dass verschiedenste Leute mit unterschiedlichsten Englischniveaus auf ein UWC kommen und für keinen stellt die Sprache eine Barriere dar.

Im Nachhinein kann ich mit Sicherheit behaupten, dass alle meine Erwartungen bezüglich des Lebens an einem United World College weitaus übertroffen worden sind. Zum Beispiel hätte ich mir niemals ausgemalt dass ich nach einer Woche am United World College in Swaziland, meinen verlorenen Koffer wieder hätte, ein HIV+ Waisenkind im Arm gehalten hätte, auf eine grüne Mamba gestiegen wäre, 2, 10 stündige Stromausfälle miterlebt hätte, 200 neue Freunde gewonnen hätte und 5 Umarmungen von Lehrern erhalten würde.

Die einzigen Dinge die mir einfallen würden die man vielleicht vorbereiten könnte sind:

  • das Üben der Klick laute falls eure Zimmerpartnerin oder Zimmerpartner Nqobile oder Manqnoba heißen.
  • sich beim Vorstellen immer angewöhnen die Nationalität dazu zu erwähnen.
  • und: packt nicht euer ganzes Leben ein. Ihr fangt dort ein Neues an!
  • nehmt so viele persönliche Gegenstände und Fotos mit um euch in eurem Zimmer sofort zu Hause zu fühlen.
  • Denkt euch einfach immer „Home is where the toothbruh is“
  • Ein Tipp für die eEltern: kocht während der Ferien alle möglichen Knödl, Grießnockerlsuppen, Salzburger Nockerln, Mohnnudeln und andere österreichische Köstlichkeiten zu kochen denn jeder UWC Schüler kommt mit einem riesen Hunger auf heimische Spezialitäten nach Hause.

Diese Dinge gelten übrigens für die zukünfigen UWC Schüler als auch für dich Beate, die dieses Jahr die österreichische Vertretung am UWC Short Course in China sein wird. Für mich war der United World College Short Course 2007 in Kotor, Montenegro, eine der schönsten zweiwöchige United World College Erfahrung, weil sie nur aus dem sozialen Aspekt des Lebens auf einem UWC besteht. Wir machten gemeinsam Community Service im Kinderheim und starteten den Versuch eine Lösung bezüglich des Müllproblems in Kotor zu finden. Gemeinsam mit einem Mazedonier, einer Tschechin und einem Albaner verteilten wir Straßenmülltonnen und abends ging die gesamte Gruppe die aus 13 verschiedenen Nationen bestand ans Meer und aß Bürek.

Nachdem nun beide UWC Erfahrungen, sowohl der Short Course als auch der College Besuch Monate zurück legen, kann ich sagen dass der Abschied von meinen Freunden die ich in diesen 2 Wochen kennen gelernt habe, genau so schwer war wie der von meinen 2 Jahre langen UWC Freunden.

Für mich repräsentiert die United World College Organisation keinen Schulen die das IB Lehren sondern warmherzige, offene Menschen, mit teilweise komplett anderen religiösen und kulturellen Ansichten. Menschen die in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz einnehmen.
Als Beispiel fällt mir dazu immer meine Indische Freundin Vinaya ein, die ich manchmal bat vor einem Test für mich mit zu beten und die mir nach stundenlangem lernen immer riet: „Oh no, you should take a brake Marie!“. Vinaya, die ich frühestens 2015 bei ihrer arrangierten Hochzeit wieder sehen werde. Aber auch wenn sie nicht jeden Tag durch ein einfaches Rufen oder einen Besuch im Nebenzimmer zu erreichen ist, ist sie mir als Freundin geblieben.
Die Menschen die ich mit den United World Colleges verbinde sind Persönlichkeiten wie mein Theaterlehrer Neil. Sie helfen dir deine Stärken, Talente und Leidenschaften zu finden. Und in meinem Fall war dies die Liebe zum Theater. Am United World College in Swaziland konnte ich mich theatralisch ausleben und auf internationalen Festival in Botswana und Süd Afrika professionelle Erfahrung sammeln. In diesem kleinen Königreich zwischen Süd Afrika und Mosambik bekam ich die nötige Motivation und Unterstützung von meinen Mitmenschen um Dinge zu machen, wie zum Beispiel das Schauspielen, das Kajaken im Pool, das Meditieren und stundenlange Backen, zu denen ich in Graz niemals gekommen wäre.

Es sind Leute jeder Altersgruppe und Sozialschicht, politischer und religiöser Ansicht die für die UWC Organisation stehen und bei denen man jederzeit anklopfen kann wenn man irgendwo in der Welt einen Schlafplatz braucht, egal ob man sie nur 2 Wochen oder schon 2 Jahre lang kennt.

Liebe Anna ich möchte dir nun alles Gute für die kommende 2 jährige Erfahrung am United World College of the Adriatic in Italien wünschen, lieber Daniel: viel Spaß am Lester B. Pearson College in Canada , liebe Maria: eine Gute Reise zum SOS United World College in Costa Rica, lieber Paul und lieber Thomas ich hoffe dass ihr im richtigen Las Vegas, in der Nähe vom Armand Hammar United World College in New Mexico, den USA ankommt, liebe Hannah: die besten 2 Jahre am Atlantic College in Wales und lieber Lorenz: ich wünsche dir zwei genau so märchenhafte Jahre wie die meinen es in Swaziland waren am Mostar United World College!



Hannah Platzer (Atlantic College - 2010 - 2012)

Expectations are high; so high that I’m trying hard to tone them down

Having fun, being socially active and meeting interesting people: some quite decent expectations to start with, don’t you think? All of us seem to feel this way right now and, at least in my case, summer vacation is more of a burden than something to enjoy. Ever since I’ve received the vital phone call, it seems like my life has changed quite a bit; and Atlantic College hasn’t even started yet!

Suddenly everybody had great advice of how to “survive” a boarding school’s life and how it is going to be like. The fact that none of them ever attended one didn’t seem to matter of course. Movies, books and newspapers had obviously given enough information about it. They’ve become experts in their subjects: My grandmother, who spends 99 per cent of the time in the kitchen, has already started preparing foods to send to me. “I have heard England’s cuisine ain’t the best”, she explained after asking her about it. I am not really convinced though that her homemade delicacies will ever find their way to me. She still tells her lipstick-on-teeth-wearing friends that I am going to visit a school in England. My Wikipedia print-out about Atlantic College and especially the underlined part about it being in Wales were obviously ignored. My pre-adolescent sister on the other hand didn’t have to say much. She suffers from the ‘OMG’-syndrome, a nationwide illness it seems. With an: “OMG! Four people in one room?! You’ll need earplugs!”, she dramatically walked off back into her salmon coloured room. Mum has regular and impressively long scream attacks of joy, where she gets all sentimental and starts hugging and kissing those who can’t find a close tree to jump onto quickly enough. I could list a thousand things that have changed since I’ve heard the words: “You’re in.”

Expectations are high; so high that I’m trying hard to tone them down. Some of them have even fulfilled themselves already and yet I still hang on to this one thing that I and all of my surroundings think is probably the most important thing to, well “survive” boarding school: friends. Yes, I know, it sounds disgustingly cheesy and cliché and yes, I know Atlantic College will not bring me friends automatically. If I’ve learned anything so far it is that nothing is for free in life. On the other hand, and I am absolutely positive about that, the fact that all of us have worked their butts off to get into this school, makes us in some way already acquaintances. So, no, Atlantic College won’t give me friends for free. It is more like 50% off for Sale!


Peter Lorenz (UWC Mostar 2010 - 2012)

Willkommen in der Familie - "Ich schaff das!"

Auch ich war mir bei meiner kurzfristigen Anmeldung (man schafft es auch in 2-3 Tagen) nicht wirklich sicher, Fragen über Fragen standen noch im Raum, aber ich nutze einfach die letzten Tage der Anmeldefrist um das Formular zu bewältigen und gleichzeitig mit einer ehemaligen Schülerin Kontakt aufzunehmen, um mir in meiner Entscheidung sicherer zu werden. Doch es war bis jetzt die beste Entscheidung, mich einfach zu bewerben, es zu versuchen, man kann nichts verlieren, nur gewinnen, allein beim Ausfüllen des Formulars lernt man sich selbst besser kennen, das Auswahlwochenende war eine Bereicherung in jeder Hinsicht, ein Wochenende mit Gleichaltrigen, die alle so offen, interessant und freundlich sind, da entwickelten sich einige Freundschaften. Meine Einstellung war immer: Wenn ich nicht genommen werde, werde ich schon nicht der Richtige dafür sein, wenn doch, dann werde ich das schaffen, die wissen das sicher besser. Nun ist es so, dass ich mich bald schon zu ‚denen’ zähle, der anfangs so starr wirkende Apparat, wurde mir nun als eine große Familie von unheimlich lieben & engagierten Personen enthüllt, zu der ich nun als Nachwuchs stoße. Doch meine letzten zehn Tage in Österreich brechen nun an, bevor ich mich auf etwas Unglaubliches einlasse, zwei Jahre weg, doch nicht irgendwo hin, sondern ein UWC, nicht nur irgendeines, sondern das in Mostar, zweifellos jetzt schon das beste College von allen, das, welches am besten zu mir passt, mein College. Wenn ich nach meinen Gefühlen gefragt werde, wioe es mir so geht, kann ich nicht einmal ‚gemischte Gefühle’ antworten, denn es ist einfach unglaubliche Vorfreude, Ängste für dort gibt es nicht, denn ich weiß, dort gibt es auch so eine große Familie, wo ich im Begriff bin ein Teil davon zu werden und außerdem: ‚Ich werde das schaffen!’. So wasd bleibt mir noch, als mich zu freuen, die letzten Tage in Österreich zu genießen, ja der Abschiedist nicht leicht, doch jetzt, wo ich dabei bin fällt mir auf, dass alles halb so schlimm ist, zu Weiohnachtne und immer Sommer bin ich schon wieder da, während der Schulzeit ist sowieso jeder mit seinen Dingen beschäftigt, da hat men kaum Zeit, somit gibt es auch wenig zu verpassen und selbst wenn, kann ich nur darauf hinweisen was mir bevorsteht: wohl eine der besten Erfahrungen meines Lebens, die dieses maßgeblich beeinflussen wird!


Paul Cichocki (UWC USA 2010 - 2012)

Erwartungsbericht United World College USA

Das Erlebnis United World College USA beginnt bald. Meine Erwartungen? Die Alumni, mit denen ich bisher sprach, erzählen von zwei großartigen Jahren. Jeder seine eigene, faszinierende Geschichte. Ich hoffe, dass ich nach diesen zwei Jahren auch eine Geschichte erzählen kann. Eine Geschichte mit vielen Kapiteln und Menschen, die die Ideale der UWCs leben. Eine Geschichte mit überraschenden Wendungen, von denen ich jetzt noch keine Ahnung habe.

Im Zusammenhang mit UWC geht es meist um Ideen wie interkultureller Austausch, weitgehend vorurteilsfrei zu sein, das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, Religionen, Kulturen. Es scheint bereits über Jahrzehnte zu funktionieren - aber wie wird das wirklich, wenn ich mit Menschen zusammenlebe, die ganz anders sind, oder besser: wo ich ganz anders bin – wo alle ganz anders sind? Eines hoffe ich, haben die meisten von ihnen gemeinsam: Das Interesse an der Person neben einem selbst, seinem Land, Kultur, Sprache und Denken.

Als ich mich beworben habe, machte ich mir keine großen Hoffnungen, tatsächlich ausgesucht zu werden. Dennoch wollte ich die kleine, eventuell doch vorhandene Möglichkeit nützen, Teil dieses Ortes, der Menschen aus „…der ganzen Welt über die Grenze von Rasse, Geschichte, Reichtum, Religion, wirtschaftlichem Status und politischer Überzeugung, erfasst …“ (Nelson Mandela), zu werden. Ich war und bin begeistert und beeindruckt von dem, wofür die United World Colleges stehen – und ich freue mich, bald zusammen mit vielen Menschen zu leben, die das auch sind.


Schirin Schenkermayr (UWC in Bosnien, 2009-2011)

Noch ist es "Dann"

Langsam tickt die Uhr und doch so schnell.
Ich will sie stoppen,
will innehalten.
Sachte! Sachte!
Ich will sie drängen,
will weiterblicken.
Vorwärts! Vorwärts!
Aber die Zeit
nimmt sich ihre Zeit.
Jetzt heißt es, sie zu nützen,
in vollem Maße
zu leben, die Stunde, Minute,
Sekunde zu genießen, den Augenblick.
Doch bin ich teils schon nicht mehr hier.
Denn bald wird es "Jetzt".

Denn bald wird es "Jetzt"

Schön langsam hör' ich,
wie der Wind erzählt,
von fernen Ländern,
naher Zukunft.
Schön langsam spür' ich,
wie die Spannung kommt,
hier bleibt und sich verstärkt.
Schön langsam schweb' ich hin,
gedankenverloren,
weit und weiter,
hoch und höher,
Tag um Tag.
Und gleichsam heißt es warten.
Denn noch ist es "Dann".


Klaudia Wegschaider (UWC in Costa Rica, 2009-2011)

Vor einer Woche kam der Anruf - und mit ihm gute Nachrichten! Für die nächsten zwei Jahre werde ich eine der ungefähr 200 Schüler und Schülerinnen des UWC in Costa Rica sein. Dort werde ich gemeinsam mit anderen jungen Leuten aus unterschiedlichen Nationen leben und lernen. Wir werden dort aber nicht nur "unterrichtet", sondern wir werden auch gemeinnützige Arbeit leisten.

Hin und wieder versuche ich mir vorzustellen, wie es wohl sein wird, aber ich bin mir sicher, es wird ganz anders kommen. Anders, als das, was ich bisher erfahren habe. Ich werde auf Leute aus der ganzen Welt treffen, und das Sprichwort "die Welt ist ein Dorf", scheint mir jetzt richtiger denn je.

Schon das Auswahlwochenende war eine gute Erfahrung. Auf diesen zwei Tagen in Wien habe ich viele engagierte Leute kennengelernt, die alle von der Idee der UWCs begeistert sind. Mit den meisten bin ich nach wie vor in Kontakt. Außerdem habe ich auf dem Wochenende einen ersten Einblick in die "weltweite UWC Gemeinschaft" bekommen. Mittlerweile verwende ich selbst schon Begriffe wie "1st-year" oder "2nd-year". Hat man den ganzen Bewerbungsprozess durchlaufen, beginnt das Warten auf die Entscheidung - ein äußerst angespanntes Warten - aber es lohnt sich auf jeden Fall! Danach beginnen die Vorbereitungen. Dinge, an die man zuerst gar nicht gedacht hat, werden plötzlich wichtig - Zahnarztbesuch, Sonnenschutzfaktor und Impfungen.

Es hat mich auch sehr berührt zu sehen, wie herzlich sich andere mit mir freuen. Ich habe noch nie so oft den Satz "mit einem lachenden und einem weinenden Auge" gehört.

Zuhause habe ich schon ein dickes Buch über Costa Rica. Immerhin möchte man über das Land, in dem man die nächsten zwei Jahre verbringt, Bescheid wissen. Mir ist jedoch bewusst, dass ich das, was ich dort sehen und erleben werde, in keinem Buch finde. Auf mich wartet eine erfahrungsreiche Zeit, die mich in jeder Hinsicht herausfordern wird, und darüber freue ich mich.